„Es ist nicht deine Schuld, dass du so bist, wie du bist. Es ist nur deine Schuld, wenn du so bleibst.“

Wie ist dieses Zitat gemeint? Meiner Auffassung nach geht es dabei ganz klar um das Thema Eigenverantwortung. Ehrlich gesagt bevorzuge ich den Begriff Selbstverantwortung, weil darin schon das Wort SELBST steckt und somit an das große Thema Selbstbewusstsein andockt. 

Wie agiert jemand mit geringer Selbstverantwortung?

Manche Menschen scheuen sich, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Sie wälzen die Schuld, für Fehler, die ihnen selbst unterlaufen, viel lieber auf andere ab. 

Warum tun sie das? Fehler werden von diesen Personen als Bedrohung für ihren SELBST-WERT wahrgenommen und sie versuchen alles, was in ihrer Macht steht, um Fehler zu vermeiden. Außerdem haben sie Angst, zu ihren Fehlern zu stehen und das wirkt sich wiederum ungünstig auf ihr SELBST-Vertrauen aus. 

Wie zeigt sich dagegen Selbstverantwortung ?

Ein sich selbst bewusster Mensch, weiß in der Regel ganz genau, was gut für ihn ist und was nicht. Welche Wege er einzuschlagen hat, um seine ganz persönlichen Ziele zu erreichen.

Diese Person weiß meist sehr wohl, wie sich ihr Handeln auswirken kann und welche Konsequenzen sich daraus ergeben können. Sie weiß auch, über welche Stärken und Schwächen sie verfügt und auf welche Ressourcen sie im Ernstfalle zurückgreifen kann.

Im Wort Selbstverantwortung finden wir nicht nämlich nicht nur das SELBST, sondern auch die ANTWORT.

Menschen mit Selbstverantwortung wissen, dass Fehler lediglich Rückmeldungen sind und zu jedem Lernprozess unweigerlich dazugehören.

Manch einer macht es sich gern in der Opferrolle bequem

Nur allzu schnell begeben wir uns in die selbst ernannte Opferrolle. Immer dann, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir es gerne hätten. Einmal rausgeholt aus der persönlichen Komfortzone, machen wir anderen Menschen oder die Umstände für unsere Misere verantwortlich.

Leichte Schuldzuweisungen wie: Bei dem Regen bleibt mir ja nichts anderes übrig, als zu Hause zu bleiben oder wenn ich keine Einladung bekomme, kann ich auch nirgendwo hingehen. 

Schwerer wiegen die Vorwürfe dann, wenn wir unsere Vergangenheit, meist sind damit unsere Eltern oder die Expartner gemeint, dafür verantwortlich machen, dass unser Leben eben nicht glücklich und erfolgreich verläuft.

Es liegt mir fern, prägende Ereignisse oder Erfahrungen zu bagatellisieren. Das ganz gewiss nicht. Doch in einem Punkt werden wir uns sicher einig sein. Die Vergangenheit ist passé und kann rückwirkend nicht verändert werden. 

Wie uns die Akzeptanz helfen kann

Genau diese Akzeptanz ist es, die Menschen nach vorne schauen und selbstverantwortlich handeln lässt. Nur, wenn wir optimistisch nach vorne schauen, können wir Dinge zum Positiven verändern und gleichzeitig damit verhindern, dass wir in unserem Leid stecken bleiben. Menschen die erkannt haben, dass sie Einfluss auf ihr Leben und ihre Zukunft nehmen können, sind bewiesenermaßen selbstbewusster, glücklicher und erfolgreicher. Sie sind davon überzeugt, in der Lage zu sein, mit Ihren Verhaltensweisen und Entscheidungen stets etwas bewirken zu können.

Einfach mal anfangen

Um überhaupt ins Handeln zu kommen, ist es unverzichtbar einmal getroffene Entscheidung, in die Tat umzusetzen. Wir hören nicht mit dem Rauchen auf, wenn wir uns weiterhin Zigaretten kaufen. Wir nehmen nicht ab, wenn wir weiterhin an unseren Essgewohnheiten festhalten und nicht in Bewegung kommen.

Was hindert Sie daran, all das, was es braucht endlich in die Tat umzusetzen? Nur Sie und niemand sonst kann diese Frage beantworten. Warten Sie nicht, bis Ihnen das Schicksal die Entscheidung abnimmt. 

Es muss nicht sein, dass jemand erst nach einem Herzinfarkt mit dem Rauchen aufhört oder erst abnimmt, wenn der Partner schon die Flucht ergriffen hat. 

Sprechen Sie offen über Ihre Ziele und holen Sie sich Unterstützung. Sie haben immer eine Wahl, auch wenn Sie traurig sind oder sich einsam fühlen. Warten Sie nicht, bis jemand anruft oder vor Ihrer Haustüre steht. Ergreifen Sie selbst die Initiative und gehen Sie raus unter Leute. Wenn Sie unterwegs dann jemanden freundlich anlächeln und derjenige zurücklächelt, dann wissen Sie, wie sich Eigenverantwortung anfühlt.

Es lohnt sich

Nur, wenn Sie sich trauen, selbstbestimmte und selbstbewusste Entscheidungen zu treffen, gewinnen Sie nach und nach an Selbstwirksamkeit. Sie sind für Ihr Leben und das, was Sie daraus machen SELBST verantwortlich. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.