”OHANA HEISST FAMILIE. FAMILIE HEISST, DASS ALLE ZUSAMMENHALTEN UND FÜREINANDER DA SIND. “

Die Familie ist es, die uns als Erstes prägt und vorlebt, wie wir zueinander in Beziehung treten und miteinander umgehen. Die Familie stellt somit ein eigenes Microsystem dar, welches für jedes Familienmitglied an sich eine enorm wichtige existenzielle Bedeutung hat. In ihr finden wir bestenfalls den Rückhalt und die Kraft, die wir in Krisenzeiten brauchen.

Die Familie als System lässt sich prima mit einem Mobile vergleichen. Das ist dieses freihängende, leichte und ausbalancierte Gebilde, welches oft und gerne über einem Babybettchen hängt. Jedes einzelne Teil dreht sich zunächst im Einklang mit all den anderen Teilen. Kommt es durch äußere Umstände jedoch dazu, dass sich ein Teil verhakt, herrscht unmittelbar Chaos im ganzen System.

Übertragen wir dieses Wirkungsprinzip auf die Familie, wird es für den häuslichen Segen schon kritisch, wenn auch nur ein einziges Familienmitglied aus der Reihe tanzt. Eine Auseinandersetzung wird selten alleine geführt. Ganz schnell gewinnt die neue Situation an Dynamik und plötzlich ist jeder voll involviert. Der einst sichere Ort der Familie ist fortan ein Nährboden für schlechte Stimmung und verbalen Auseinandersetzungen.

Die Streit-Themen wie Aufgabenverteilung im Haushalt, Stress im Job, schlechte Noten, Party und Alkoholkonsum bei Jugendlichen scheinen offensichtlich zu sein.

Viel interessanter ist es allerdings, einen Blick unter die Oberfläche dieser Szenarien zu werfen. Unerwünschtes Verhalten entsteht nämlich in der Regel dann, wenn die persönlichen Werte nicht respektiert und eigene Bedürfnisse unterdrückt werden.

Krach ist vorprogrammiert, wenn der Gangster-Rap durchs Treppenhaus schallt, weil Sohnemann sich abreagieren und Vater stattdessen viel lieber entspannen will. Oder die Töchter kommt regelmäßig zu spät heim, was den Wert Pünktlichkeit vieler Mütter im Kern erschüttert.

Bewusst machen….

Alle Beteiligten sollten sich zunächst einmal bewusst machen, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zum Familienfrieden beisteuern kann.

Hilfreich sind auch die folgenden Fragestellungen:

Was ist das Problem und wie können wir es gemeinsam lösen?

Welches Ziel wollen wir als Familie erreichen und wie gelingt es uns, harmonischer miteinander umzugehen und besser zu kommunizieren?

Oft hilft es, die Situation als solches erst einmal zu akzeptieren. Indem wir die Tatsachen ignorieren, verhindern wir dagegen jeden möglichen Lösungsansatz.

Loslassen….

Bedeutet nicht, dass man bereits aufgegeben hat. Es bedeutet nur, sich bewusst dafür zu entscheiden, keine weitere Kraft und Energie in dieses Thema zu investieren. Loslassen bedeutet, den Blick wieder auf sich selbst zu richten und in seiner eigenen Kraft zu bleiben. Ich sorge zunächst dafür, dass es mir gut geht.

Vertrauen….

Alles wird gut! Bedenke, in jedem von uns ist eine Fähigkeit angelegt, die nach Veränderung und Wachstum strebt. Vertraue darauf, dass diese stets die besten Absichten für uns hegt.

Liebe…

Frage dich, wie würde die Liebe entscheiden?

Statt ständiges misstrauen, anklagen, verurteilen und kontrollieren sollten wir uns trauen, wieder aufrichtig und interessiert zu sein. Manchmal reicht schon eine ehrlich gemeinte Frage wie:

„Wie geht es Dir?“

Bringen wir unserem Gegenüber auch nur ein wenig Verständnis entgegen, können sich unsere Herzen wieder öffnen und begegnen ♥︎

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