Wie kann Imagination bei Angst helfen?

Es gibt Situationen, in denen fühlen wir uns völlig hilflos und überfordert. Der Situation, einfach aus dem Weg zu gehen wäre grundsätzlich kein Problem, wenn es nur ab und an solche Momente gäbe. Doch leider sind wir täglich mit solchen Widerständen konfrontiert. Viele Personen haben es sich schon zur Gewohnheit gemacht, unangenehmen Herausforderungen einfach aus dem Weg zu gehen. Ihre Taktik ist es damit Schmerz und Auseinandersetzungen zu vermeiden. Das hat zur Folge, dass sie mit diesem Verhalten hinter ihren Möglichkeiten bleiben, das Problem aber weiterhin bestehen bleibt. Dieser sichere Ort ist auch als Komfortzone bekannt. Die Person versteckt sich hinter der Mauer, während das Problem auf der anderen Seite der Mauer nur darauf lauert, wieder in Erscheinung zu treten.

Ich möchte heute ein wirklich effektives Tool vorstellen, was uns bei der Bewältigung von Widerständen auch Angst & Schmerz helfen kann.

Dieses Tool ist aus dem gleichnamigen Buch „the Tools“ von den beiden Autoren und renommierten Psychotherapeuten Barry Michels und Phil Stutz. Sie haben über Jahre erlebt, wie die Anwendung der Tools bei ihren Patienten zu ungeahnten positiven Veränderungen geführt haben.

Die beiden Autoren beschreiben das Tool in Kürze wie folgt:

1. Konzentrieren Sie sich auf den Schmerz, den Sie sonst vermeiden; stellen Sie sich diesen Schmerz als Wolke vor, die vor Ihnen erscheint. Sie schreien im Stillen: „Schmerz, komm her!“ Sie tun das, weil die Bewältigung des Schmerzes Sie weiterbringt.

2. Sagen Sie sich im Stillen: „Ich liebe Schmerz!“, während Sie sich auf den Schmerz zubewegen. Gehen Sie auf diese Weise tief in den Schmerz hinein, bis Sie mit ihm eins sind. Das hat nichts mit Masochismus zu tun ;-).

3. Fühlen Sie, wie die Wolke Sie ausspuckt und sich hinter Ihnen in ihre Bestandteile auflöst. Sagen Sie innerlich voller Überzeugung: „Der Schmerz befreit mich.“ Spüren Sie die Erleichterung, während Sie die Wolke verlassen und bewegen Sie sich zielstrebig vorwärts.

Probieren Sie es doch einfach mal aus und machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen mit diesem Tool. Vielleicht fangen Sie ganz klein an, zum Beispiel wenn es darum geht, einmal „Nein“ zu sagen.

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