Was bedeutet es überhaupt, authentisch zu sein? Meist ist damit gemeint, dass sich jemand so gibt, wie er ist.

Echte Menschen haben heute fast schon Seltenheitswert. Viele Personen versuchen etwas oder jemand zu sein, der sie gar nicht sind. Warum tun sie das? Es liegt in unserer Natur, dass wir alle nach Anerkennung, Wertschätzung und Akzeptanz streben, somit sind wir höchst motiviert, andere zu beeindrucken. Wir versuchen besonders geistreich, sympathisch oder besonders sexy zu wirken, um besser bei unserem Gegenüber zu punkten. Leider fällt dieser Schwindel öfters auf, als wir glauben. Jeder Mensch verfügt über feine Antennen, die uns unbewusst spüren lassen, ob der andere tatsächlich, so toll ist, wie er oder sie sich gerade gibt. Manchmal sind es nur klitzekleine Mikrogesten, die dafür sorgen, dass das was scheint, nicht mit dem in Einklang steht, was bei uns ankommt. Das kann ein leichtes Zucken um die Mundwinkel sein oder ein breites Lächeln, was zwar die schönsten Zähne zeigt, aber keinerlei Wohlwollen oder Herzenswärme ausstrahlt. 

Ja, wir fühlen und spüren es intuitiv, wenn uns jemand etwas vormachen will.

Warum ziehen wir nicht einfach unsere Masken ab und geben uns einfach so, wie wir sind, nach dem Motto Sein statt Schein? Die Antwort zieht viele Gründe mit sich.

  • Wir machen uns schlicht und einfach viel zu viele Gedanken, was anderen von uns denken könnten. 
  • Es mangelt uns an Selbstbewusstsein. Wir trauen uns nicht für die Dinge einzustehen, die uns wirklich am Herzen liegen, gerade dann, wenn es darum geht, sich von der breiten Masse abzuheben.
  • Perfektionisten haben es besonders schwer, sie haben oft viel zu hohe Erwartungen an andere und in erster Linie an sich selbst. Ein wenig Toleranz und Flexibilität tun hier wahre Wunder.
  • Andere schaffen es nicht loszulassen und opfern sich für ihre Mitmenschen buchstäblich auf, auch hier ist Selbstfürsorge und ein gelegentliches NEIN das Mittel zum Zweck.
  • Wir wollen von jedem gemocht werden, dabei mögen wir selbst nicht jeden.
  • Schwächen zeigen? Auf gar keinen Fall!

Dennoch der Anspruch an Authentizität steigt und die eigene Sehnsucht nach Authentizität wächst.

So, how to become authentically???

Als Erstes müssen wir uns tatsächlich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

“Wer bin ich überhaupt?“

„Was treibt mich an, was sind meine Motive.“

„Was ist mir besonders wichtig, welche Werte stehen bei mir an oberster Stelle?“

„Was sind meine Stärken und was sind meine Schwächen?“

„Welche Gefühle versuche ich regelmäßig zu vermeiden?“

„Wie würde es mir gehen, wenn ich diese unangenehmen Gefühle zukünftig aushalten und bewältigen könnte?“

Den Tatsachen ins Auge zu blicken und unsere Komfortzone zu verlassen, tut bestimmt ein wenig weh, aber nur so können wir an unserem Selbstbild arbeiten und es so nah wie möglich mit dem Bild, was andere von uns haben, dem sogenannten Fremdbild, in Einklang bringen.

Menschen, die nach ihren Werten leben, sind erwiesenermaßen glücklicher, als Opportunisten, die sich gerne wie ein Fähnchen im Wind drehen und nichts als heiße Luft zurücklassen.

Ehrlich währt am längsten. Ja, wir dürfen auch unsere negativen Seiten zeigen. Jemand der keine Ecken und Kanten hat, ist wie ein Luftballon, erst schön anzusehen doch zunehmend immer langweiliger. Das wunderbare an zunehmender Authentizität ist, dass wir unser Selbstwertgefühl nicht mehr von unseren Mitmenschen abhängig machen. Indem wir uns mit unseren eigenen Schwächen und Fehlern annehmen, trifft uns die Bewertung und die Kritik von anderen lange nicht mehr so stark. Wir erleben ein Gefühl der emotionalen Freiheit.

Authentische und selbstbewusste Menschen faszinieren uns und ziehen uns an wie ein Magnet. Sie gehen leichter und freudiger durchs Leben, weil sie eben nicht unnötige Energien auf die Meinung anderer verschwenden.

Nobody is perfect. Be yourself & respect yourself!

 

 

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